Für den medizinischen Alltag in Krankenhäusern, in der Pflege und im Rettungsdienst werden besondere Schuhe benötigt. Grundvoraussetzung ist Bequemlichkeit. Schließlich müssen Menschen in medizinischen Bereichen mehr als andere stehen. Die Schuhe müssen deshalb über ein orthopädisches Fußbett verfügen und dürfen nicht einengen.
Da Schuhe, die im medizinischen Bereich eingesetzt werden, auch strengen hygienischen Vorschriften entsprechen müssen, müssen sie aus Materialien bestehen, die sich gut säubern lassen. Für den Intensivbereich sind wasch- und dekontaminierbare Schuhmaterialien vorgeschrieben. Das Material Lorica zum Beispiel entspricht diesen Anforderungen und wird deshalb oft für Medizin-Schuhe verwendet.
Die Sohlen müssen gemäß DIN Norm 4843 antistatisch und rutschhemmend sein. Im Notfall dürfen Krankenschwester oder Notarzt trotz Eile nicht ausrutschen. Alle medizinischen Schuhe verfügen deshalb über rutschfeste Spezialsohlen. Für den Beruf der Rettungssanitäter sind besondere Schutzschuhe vorgeschrieben. Hier werden Sicherheitsstiefel aus Leder mit Stahlkappe und Stahlsohle verlangt. Nur sie erfüllen die DIN Norm 345 für Sicherheitsschuhe.
Schuhe für den Einsatz im medizinischen Bereich bevorzugen oft die Clogs-Form. Offene Schuhe könnten zu Verletzungen führen und werden deshalb seltener verwendet. Geschlossene Formen bieten mehr Halt und Sicherheit. Das Fußbett ist oftmals auswechselbar. So kann der Schuh auch bei täglichem Tragen entsprechend angepasst werden. Die Füße bleiben so länger entspannt.
Zunehmend sieht man im medizinischen Bereich auch die modischen Crocs Modelle. Das sind bunte, leichte Kunststoffschuhe mit orthopädischem Fußbett. Sie sind antibakteriell und haben eine rutschfeste Sohle. Ursprünglich für den privaten Bereich gedacht, erobern sie wegen ihrer Bequemlichkeit, ihres modischen Aussehens und ihrer antibakteriellen Materialien jetzt auch Krankenhäuser und Arzt-Praxen.